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Myśliwska - Walidrogi

Bildergalerie

Elisabeth ur. 14.05.1908r.
Bild von etwa 1933r.

Familie Rosali i Blasiusa Tkotz
aus dem 1916r.

Blasius Tkotz in 1936r.

Ehepartner Elisabeth und Georg mit seinen Töchtern und seiner Schwester Martha

Rosalie und Blasius in seinem Garten
w 1920r.

Georg Freunde ok. 1938r.

Geschichte

Der Bauensohn Blasius Tkotz aus Kossorowitz\Kosorowice, wird am 03. 02. 1867 geboren. Um 1877 begegnet er, beim Kommunionsunterricht In Tarnau, Kreis Oppeln, einem Kleinem Mädchen, mit dunklen Zöpfen und hellblauen Schleifen In den Haaren. Es ist Rosalie Glensk aus Schulenberg\Walidrogi. Er beschließt, dieses zauberhafte, standing sauber gekleidet und zurückhaltende Mädchen „im Auge zu behalten”. Später lernt Rosalie das Kochen in einer Gastwirtschaft beim Bruder in Berlin.

Blasius wird Tischlergeselle und geht wie es üblich war auf Wanderschaft, von Oberschlesien nach Berlin, von dort bis Basel und wieder zurück nach Berlin. Blasius und Rosalie beschließen zu heiraten und in der Heimat einen Gasthof zu kaufen. Da beide fleßig waren und gespart hatten, sucht Blasius das Gasthaus zur Waldesruh in Schulenburg aus. Er scgickt ein Telegramm nach Berlin, Rosalie eilt sofort zu ihm un der Kaufvertag wird im Jahr 1894 abgewickelt. Zu dem Gasthaus gehörte ein Auszughaus und ca. 12 ha. Land. Das Gasthaus lag an der Handelsstraße, der späteren Reichsstraße 5 und noch spätern E 22, von Breslau nach Krakau.

Blasius Tkotz war ein weltoffener Mann, hatte viel von der Welt gesehen, Ideen gespeichert, die er beim Um- und Ausbau des Gasthofes gekonnt einsetze. Seine Frau Rosalie kochte und wirtschaftete hervorragend. Zunehmend kamen immer mehr Gäste in die Gastwirtschaft die auf der Durchfahrt waren aber vor allem auch Kaufleute aus Oppeln. Die Gasthausinhaber stellten Tische und Stühle vor das Haus, die schnell besetzt waren. Also kamen immer mehr Tische und Stühle dazu und später ein großer Kaffegarten.

Im Jaht 1900 wurde der erste Sohn, Georg, geboren und im selben Jahr auch das Gasthaus erweitert. Ein Saal wurde dazu gebaut und das gesamte Haus wurde um ein Stockwerk erhölt und Fremdenzimmer eingerichtet.

Die Bauunternehmengen wurden von einem Oppelner Spirituosenhändler finanziell unterstütz mit der Verpflichtung, dass Blasius Tkotz Spirituosen für sein Gästehaus abnehmen würde.

Das Geschäft blühte jetzt. Nach Schulenburg kamen nicht nur Einwohner der umliegenden Dörfer aber auch Sportvereine, Geschäftsleute und Ärzte aus Oppeln und Gleiwitz. Sie kamen mit Sonderbussen, die die Post zur Verügung stellte, mit der Bahn nach Tarnau und dann über die Tkotz Allee zu Fuß nach Schulenburg und dann wieder zurück. Vor dem Gasthaus parkten Pkw-es der Marken Horch, Maybach, Mercedes und andere. Später musste am Dombrowitzer Weg ein neuer, großer Parkplatz eingerichtet werden. Das Gasthaus war für 300 Plätze ausgerichtet. Eine Tankstelle wurde gabaut und im Hause befand sich die Poststelle. Rosalie die Wirtin, konnte die Arbeit in der Küche nicht mehr allein bewältigen. Und so wurde im Jahr 1930. Elisabeth Schulz aus Danietz, als rechte Hand eingestellt. Rosalie Tkotz verstarb im Jahr 1935.

Blasius Tkotzes Sohn Georg, heiratete Elisabeth Schulz 1936. Aus diese Ehe stammen vier Töchter. Georg als gesetzmäßiger Erbe, hat dieses Werk seines Baters weiter fort gesetzt. Ein Gartenzimmer mit eine große Terrasse, Stall und eine Scheune wurde gebaut.

Werdend des Zweiten Weltkrieges kamen nicht mehr so viel Gäste nach Schulenburg. Der Wirtschaftsboom wurde Bebremst, viele Männer wurden eingezogen und mussten an die Front. Die welche kamen, fanden es aber immer noch gemütlich in der Waldesruh.

Blasius Tkotz starb im Jahr 1940. Bald musste auch Georg, seins Sohn, zum Militär. Und dann kam das Fürchterliche, Hitlers Wahnsinn, der ihn mit seiner Kriegsmachinerie fast alle Länder Europas und Afrikas trieb, wurde gestoppt. Die Wehrmacht wurde an der Ostfront zuruck geschlagen und musste sich zurückziehen. Am 20. Januar 1945 packte Elisabeth ihre vier Kinder und das Sudetenland. Georg Tkotz der inzwischen seid längeren ausgemustert war, wurde beim Russeneinsatz als Zivilist nach Russland verschleppt und dort Verstarb im Jahr 1947 an Typhus. Elisabeth wurde mit seiner Familie auf der Flucht von den Russen überrollt und... entschloss sich den Rückweg, nach Schulenburg\Walidrogi anzutreten. Und so kam die Familie nach endlosen Leiden, im Mai 1945 in ihrer Heimat wieder an. Das Haus war verwüstet und leer. Berge von Schutt, Scherben und Strog mussten entfernt werden. Ställe und Scheune waren leer. Ein Teil der Möbel wurden gefunden. Als einiger maßen Ordnung geschafft werden konnte, kam einie Kolonne mit 170 deutschen gefangenen Soldaten geführt von Russen durch Schulendburg. Ein russicher Kommandeur sagte zu Elisabeth Nix jetzt alles meins. Sie durfte das Haus nicht betreten. Pferde, Autos, Militärwagen wurden in den Hof gebracht, das ganze Grundstück mit Stacheldraht eingezäunt und von Soldaten bewacht. Dieser zustand dauerte bis März 1946.

Der Gründer des Gasthauses zur Waldersruh, Blasius Tkotz und seine Ehefrau Rosalie, fanden ihre letzte Ruhe am Schulenburger Friedhof. Kurz nach der Front wurde ihre Grabmahle aus Granit, mit den deutschen Inschriften gestohlen. Elisabeth ist jetz allein mit ihren vier kleinen Kindern geblieben. 12 ha Land waren zu bestellen. Landmaschinen, Vieh und Pferde fehlten. Auch versuchte sie die Gastwirtschaft wieder zu eröffnen. Die kommunistischet Machthaber aber sorgten dafür, dass sich in einem sozialistischet Staate eine private Initiative nicht entwickeln durfte. Durch immer höhere und unbegründete Steuerbescheid geplagt, musste sie schließlich aufgeben. Die Gastwirschaft wurde an die Gemeindliche Genossenschaft Bäuerliche Selbsthilfe erst verpachtet und später verkauft. Die freie Markwirtschaft, nach dem fall der kommunistischen Machthaber, kam auch der Genossenschaft nich zugute. So wurde die Gastwirtschaft an private Hände verkauft und heißt jetzt Myśliwska \ Waldesruh. Elisabeth Tkotz verstarb 2002 im alter von 94 Jahren und wurde am Schulenburger Friedhof bestattet.

Helmut Wotzlaw